Sonntag, 6. Oktober 2013

- Auseinandersetzung mit den Folgen des demografischen Wandels in Lage

Liebe Besucherinnen und Besucher,

am 26. September 2013 fand eine Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses statt, in der u. a. auch darüber beraten wurde, ob nach dem Vortrag von Herrn Große Starmann von der Bertelsmann – Stiftung (siehe dazu zahlreiche unserer letzten Beiträge!) für die weitere Beratung und Entwicklung in der Stadt Lage jetzt auch Fachleute aus der Bertelsmann – Stiftung beratend hinzugezogen werden sollten. Die Bertelsmann – Stiftung hatte ein Angebot für eine begleitende Beratung in Höhe von ca. 27000,- Euro gemacht (zu verteilen auf zwei Haushaltsjahre).

Wie wenig man in einigen Parteien in Lage den hohen Stellenwert dieses Themas und die Bedeutung einer möglichst schnellen Auseinandersetzung damit begriffen hat, zeigte sich in einigen Beiträgen.

SPD und FDP waren die Kosten nicht genehm (man beachte: es geht für zwei Jahre um 13.000 - 15.000 € pro Haushaltsjahr, und das für die möglichst gute Bewältigung eines Prozesses, der so einschneidend sein wird wie nur wenige in den letzten Jahrzehnten). 

Dass man angesichts der Haushaltssicherung in Lage auf die Vermeidung unnötiger Kosten achtet, ist richtig und eigentlich selbstverständlich. Dass man aber die gute Bewältigung dieses wichtigen Prozesses an 13.000 € pro Haushaltsjahr scheitern lassen will, ist für uns nicht nachvollziehbar.

Die FDP sprach zusätzlich immer von einem "neuen Gutachten", das uns bevorstehe und das ja wohl überflüssig sei. Hier ist offenbar überhaupt nicht begriffen worden, dass es nicht um ein "neues Gutachten" geht, sondern um die fachkundige (und damit natürlich auch nicht kostenlose) Begleitung eines wichtigen Prozesses für die Stadtentwicklung.

Die CDU sprach davon, dass es doch aber jetzt auf ein paar Monate auch nicht mehr ankomme und dass man doch vielleicht bis zum nächsten Sommer noch warten solle. Auch diese Auffassung spricht Bände. In Lage hat man schon viel zu lange gewartet, und es kommt jetzt fast auf jeden Monat an. Andere Städte begleiten den Anpassungsprozess an den demographischen Wandel schon seit vielen Jahren, und zwar mit teilweise hervorragenden und fachwissenschaftlich abgesicherten Konzepten. Und in Lage spricht man davon, es eile doch alles nicht so, man solle sich doch Zeit lassen ...

Die BBL hat Ihre Meinung deutlich geäußert, nicht nur in vielen Beiträgen auf dieser Seite, sondern auch in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses:

Die Stadt Lage benötigt eine sofortige intensive Befassung mit dem Thema. Und sie benötigt dazu auch eine fachkundige Begleitung von außen - die entsprechenden Fachleute aus der Verwaltung sind schon allein aus zeitlichen Gründen nicht in der Lage, einen Prozess, der fast alle Bereiche der städtischen Entwicklung berührt, umfassend genug vorzubereiten und zu begleiten.

Da aber aus der gesamten Diskussion erneut deutlich geworden ist, dass in der Stadt Lage offenbar immer noch nicht alle Funktionsträger die wirkliche Bedeutung der Veränderungen einschätzen können, die durch den nicht mehr änderbaren demographischen Wandel entstehen, werden wir unsere Beiträge dazu in den nächsten Tagen und Wochen fortsetzen - und können dann nur hoffen, dass wir dadurch zu einer Veränderung im Denken und in den Einstellungen beitragen können.

Es wird also weitergehen mit unseren Beiträgen zum Thema demographischer Wandel - hereinschauen in den nächsten Tagen lohnt sich (wie immer).



P.S.: Zur wirklichen Bedeutung des Themas "demographischer Wandel" (und auch zu der Frage, ob man sich denn nicht doch noch etwas Zeit lassen könne) ein Auszug aus einem Kommentar von Hubertus Gärtner aus der LZ vom 2.10.2013:









Ihre BBL

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