Samstag, 24. März 2018

- Kunstrasenplätze in Lage



Vor 30 oder 40 Jahren und davor wurde noch bei (fast) jedem Wetter draußen Fußball gespielt. Die damals noch relativ verbreiteten Plätze mit (zuerst schwarzer und später meist roter) Asche waren eigentlich bei fast jedem Wetter bespielbar. Und die Rasenplätze wurden einfach bespielt, auch wenn sie eigentlich nicht bespielbar waren. Die entstehenden Schäden nahm man in Kauf oder versuchte sie so gering wie möglich zu halten. Entsprechend sahen die Rasenplätze dann häufig aus wie etwas bessere Kuhweiden. Und nach Fußballspielen sahen Plätze und Spieler aus wie nach einer Schlammschlacht.

Heute hat sich das geändert, vor allem, weil viele Sportplätze in kommunale Hände zurückgefallen sind, die Kommunen die Regeln für die Bespielbarkeit festlegen und die Plätze bei schlechten Wetterbedingungen sperren, um die Schäden möglichst gering zu halten. Und Rasenplätze sind nun einmal empfindlich: Im Sommer ist es schnell zu trocken, im Herbst und im Frühjahr zu nass und im Winter zu frostig bzw. zu verschneit. Da bleiben dann nicht mehr viele Termine, um eine Spielsaison einigermaßen geordnet durchzuziehen.

Diese Situation zeigt sich augenblicklich auch (u. a.) in Lage. Es gibt Vereine, die sieben oder acht Spieltage im Rückstand sind. Das verfälscht nicht nur die Tabellensituation stark, sondern führt am Ende auch zu einer Ballung von Nachholspielen, z. T. auswärts (und damit zu einer weiteren Verfälschung). Außerdem ist es sehr ungünstig für die Spielplanung der Vereine und die persönliche Zeitplanung der Spielerinnen und Spieler.

Ein Teil einer möglichen Lösung sind Kunstrasenplätze. Damit keine Illusionen genährt werden: Auch Kunstrasenplätze sind nicht bei wirklich jedem Wetter bespielbar, und auch Kunstrasenplätze benötigen Pflege und verursachen Kosten. Und auch sie sind nicht unendlich haltbar. Aber sie sind alles in allem unabhängiger von Witterungsbedingungen und sind deutlich häufiger nutzbar und bespielbar als Rasenplätze. Daher sind Kunstrasenplätze zwar nicht die Eier legende Wollmilchsau, aber sie verbessern die Situation der Breitensport betreibenden Vereine ganz erheblich. Und da über die hohe positive Bedeutung des in örtlichen Vereinen betriebenen Breitensports wohl nicht ernsthaft gestritten werden muss, bedeutet das auch, dass Kunstrasenplätze für die gesamte Bevölkerung einen Nutzen bringen und sehr förderungswürdig sind.

Auch die Stadt Lage investiert daher in den nächsten Jahren in den Bau von Kunstrasenplätzen. Das finden wir als BBL richtig und sehr gut, auch wenn ein Kunstrasenplatz nicht unbedingt billig ist. Geld, das in diesem Bereich (beispielsweise für den sinnvollen Freizeitsport von Jugendlichen) angelegt wird, wird auf anderen Wegen und an anderen Stellen ganz klar wieder eingespart.

Mit der in der letzten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am 22. März 2018 beschlossenen Vergabe der Arbeiten an den ersten beiden Plätzen (in Lage am Werreanger und in Müssen) wird die Verwirklichung jetzt konkret. Beide Plätze sollen noch im Jahr 2018 fertiggestellt werden. Der Bau eines dritten Platzes ist bereits beschlossen. Über den Ort muss noch entschieden werden: Es gibt vier Bewerbungen, eigentlich alle gut begründet. Die Auswahl wird schwierig, aber sie muss getroffen werden. Es zeichnet sich also schon ab, dass der Bau von mindestens noch einem weiteren Kunstrasenplatz längerfristig ins Auge gefasst werden muss.

Darauf werden wir bei Gelegenheit zurückkommen. Jetzt geht es erst einmal los mit dem Bau der ersten beiden Plätze – wie gesagt: von uns, der BBL, sehr unterstützt!

Ihre
BBL

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